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Geschlechterfragen

Die Sprechstunde für Geschlechterfragen ist eine spezialisierte Anlaufstelle für Menschen mit Geschlechtsdysphorie, trans* und nonbinäre Personen sowie für alle anderen, die Fragen zu Geschlecht, Körper oder geschlechtlichem Ausdruck haben. Dazu gehören auch Unsicherheiten in Bezug auf Geschlechtsrolle, Geschlechtsausdruck oder Körpererleben sowie Fragen zur Planung und Umsetzung sozialer oder medizinischer Transitionsschritte. Auch Angehörige und andere wichtige Bezugspersonen können im Rahmen der Sprechstunde beraten und unterstützt werden.

Wir bieten Unterstützung im Umgang mit psychischer Belastung, bei Fragen zur geschlechtlichen Identität sowie bei der Planung individueller Transitionsschritte. Im Zentrum stehen die Klärung Ihres individuellen Anliegens, eine sorgfältige diagnostische Einordnung und die Begleitung bei Belastungen, die mit Geschlechtsdysphorie einhergehen. Die Sprechstunde bietet einen geschützten Raum für die Auseinandersetzung mit Geschlechterfragen; auch Unsicherheiten und Ambivalenzen haben hier ausdrücklich ihren Platz. Wir begleiten evidenzbasiert, respektvoll und offen für gelebte Vielfalt und individuelle Entwicklungswege.


Was bieten wir in der Sprechstunde an?

  • Psychologisch-psychiatrische Abklärung, diagnostische Einordnung und Begleitung bei psychischen Belastungen im Zusammenhang mit Geschlechtsdysphorie sowie individuellem Unterstützungsbedarf.
  • Unterstützung bei Fragen zum Coming‑out, zur Identitätsklärung sowie im Umgang mit Angehörigen oder anderen Bezugspersonen.
  • Indikationsstellung und fachärztliche Stellungnahmen zu somatischen Transitionsmassnahmen in Zusammenarbeit mit somatischen Fachdisziplinen.
  • Qualifizierte fachliche Begleitung vor, während und nach sozialen und medizinischen Transitionsschritten sowie bei Unsicherheiten und Ambivalenzen, bei nichtlinearen Transitionsverläufen und bei Detransitionsschritten.
  • Beratung und Unterstützung von Angehörigen, Bezugspersonen und involvierten Fachpersonen.
Wie verstehen wir Geschlechterfragen und welche Haltung leitet uns dabei?

Wir arbeiten sorgfältig, orientieren uns an aktuellen Leitlinien und wissenschaftlichen Standards und behalten dabei stets die individuelle Situation der Behandlungssuchenden im Blick. Unsere fachliche Haltung ist offen, explorativ und sensibel gegenüber komplexen Entwicklungsprozessen. Geschlechtliche Vielfalt wird respektiert und nicht pathologisiert. Psychische Begleiterkrankungen, Belastungsfaktoren, soziale Rahmenbedingungen und mögliche Entwicklungsdynamiken werden systematisch in die Abklärung einbezogen. Bei jungen Menschen legen wir besonderen Wert auf eine sorgfältige Beurteilung der Entwicklungssituation, den Einbezug von Bezugspersonen sowie auf eine kontinuierliche Versorgung im Übergang ins Erwachsenenalter in enger Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Wie läuft eine Abklärung ab?

Die Abklärung dauert in der Regel rund 3 Monate und umfasst bis zu fünf Termine à 60 Minuten, in denen wir Sie und Ihre Situation kennenlernen. Der Umfang richtet sich nach Ihrem individuellen Anliegen. Manchmal genügt ein erster Beratungstermin, in anderen Fällen sind mehrere Gespräche notwendig, um das weitere Vorgehen gemeinsam zu klären. 
Wir sprechen über Ihr Erleben von Geschlecht und Körper, Ihre bisherigen Erfahrungen (z.B. Coming-out, soziale oder rechtliche Schritte) sowie über psychische Belastungen und darüber, welche Rolle Ihr soziales Umfeld (Familie, Freund*innen, Arbeit oder Ausbildung) dabei spielt. Dabei werden auch weitere psychische Begleiterkrankungen in die Abklärung einbezogen. Gemeinsam prüfen wir, welche Unterstützung Sie aktuell benötigen und welche nächsten Schritte sinnvoll sind. Je nach Situation kann es dabei um entlastende Gespräche, die Klärung von Unsicherheiten oder die Vorbereitung sozialer oder medizinischer Transitionsschritte gehen. Wenn somatische Massnahmen im Raum stehen, erfolgt die Indikationsstellung in enger Zusammenarbeit mit spezialisierten Fachstellen. 
Unsere Abklärung ist bewusst ergebnisoffen: Ziel ist nicht ein bestimmter Weg, sondern individualisiertes und gemeinsam getragenes prozesshaftes Vorgehen.
 

Mit wem arbeiten wir zusammen?

Die Sprechstunde arbeitet eng mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Psychiatrie Baselland sowie weiteren internen und externen Fachstellen zusammen. Dazu gehören niedergelassene Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen, spezialisierte medizinische und psychosoziale Angebote sowie somatische Fachdisziplinen, darunter Endokrinologie, Dermatologie, HNO und Chirurgie. Ziel dieser Vernetzung ist eine koordinierte, evidenzbasierte und patient*innenorientierte Versorgung, die sich an aktueller wissenschaftlicher Forschung, klinischer Expertise sowie den individuellen Bedürfnissen der Behandlungssuchenden orientiert.

Wie sind wir vernetzt und wo bringen wir unsere Expertise ein?

Darüber hinaus sind wir in regionalen und überregionalen Netzwerken zu Geschlechterfragen aktiv und bringen unsere Expertise in Fort- und Weiterbildungen, Supervisionen und psychotherapeutische Ausbildungsangebote ein.
Die Beteiligung an wissenschaftlichen Projekten und fachlichen Kooperationen dient der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Versorgung von trans* und nonbinären Personen sowie der Sicherung einer reflektierten evidenzbasierten Behandlungspraxis.
Unsere Sprechstunde ist in ein regionales, nationales und internationales Netzwerk eingebunden. Wir arbeiten u.a. mit folgenden Fachstellen und Angeboten zusammen:

  • Innovations Focus Geschlechtervarianz Universitätsspital Basel
  • Sprechstunde Geschlechtsidentität und Geschlechtervarianz UPK Basel
  • Sprechstunden zu Genderinkongruenz / Geschlechtsdysphorie Universitätsspital Zürich
  • Neue Trans* Beratung Basel
  • Trans Beratung Checkpoint Zürich
  • Fachgruppe Trans* Basel
  • Netzwerk queer sensible Psychotherapie Basel (VPB)
  • EPATH – European Professional Association for Transgender Health
  • WPATH – World Professional Association for Transgender Health
Was muss ich bei einer Anmeldung wissen?

In unserem interdisziplinären Team arbeiten Fachpersonen aus Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie eng zusammen.  
Die Anmeldung zur Sprechstunde für Geschlechterfragen erfolgt über die Zentrale Aufnahme der Psychiatrie Baselland.
Bitte planen Sie für das erste Gespräch in unserer Sprechstunde rund 60 Minuten ein. 
Wichtig: Falls Sie bereits anderweitig wegen Geschlechterfragen in Behandlung sind, teilen Sie uns dies bitte bei der Anmeldung mit. Bitte bringen Sie zum Erstgespräch vorhandene Unterlagen und aktuelle Berichte mit. Dies erleichtert die Abklärung und ermöglicht eine koordinierte Weiterbehandlung.
 

*Bitte beachten Sie: Unsere Sprechstunde ersetzt keine längerfristige ambulante Psychotherapie. Kriseninterventionen und die Behandlung psychiatrischer Notfälle sind nicht Teil unseres Angebots. In akuten Krisensituationen wenden Sie sich bitte an den Sanitätsnotruf 144 oder :


Zentrale Aufnahme Psychiatrie Baselland

Video: Sprechstunde für Transidentität und Geschlechterfragen

Patrick Gross, Fachpsychologe für Psychotherapie FSP, zur Sprechstunde am ZPG Binningen (deutsche Untertitel verfügbar):

Leitung

In unserem interdisziplinären Team arbeiten Fachpersonen aus Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie eng zusammen. 

lic.phil.
Patrick Gross
Abteilungsleitender Psychologe
Sprechstunde Geschlechterfragen
 Binningen
Dr. med.
Edith Stein
Oberärztin
Ärztliche Leitung Sprechstunde für Geschlechterfragen und Sprechstunde für Traumafolgestörungen
 Binningen
Kontakt

Die Anmeldung zur Sprechstunde für Geschlechterfragen erfolgt über die Zentrale Aufnahme der Psychiatrie Baselland. Bitte planen Sie für das erste Gespräch in unserer Sprechstunde rund 60 Minuten ein. 
Wichtig: Falls Sie bereits anderweitig wegen Geschlechterfragen in Behandlung sind, teilen Sie uns dies bitte bei der Anmeldung mit. Bitte bringen Sie zum Erstgespräch vorhandene Unterlagen und aktuelle Berichte mit. Dies erleichtert die Abklärung und ermöglicht eine koordinierte Weiterbehandlung.
 

Psychiatrie Baselland
Zentrale Aufnahme
Bienentalstrasse 7
Postfach 599
4410 Liestal

T: +41 61 553 56 56
aufnahme(at)pbl.ch

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