Skip to main content
Feedback Suche KontaktNotfall

Geschlechterfragen

Die Sprechstunde für Geschlechterfragen ist eine spezialisierte Anlaufstelle für Menschen mit Geschlechtsdysphorie, trans* und nonbinäre Personen sowie für alle, die Fragen zu Geschlecht, Körper oder geschlechtlichem Ausdruck haben. Auch Angehörige und Bezugspersonen können beraten werden.

Wir unterstützen bei Fragen zur geschlechtlichen Identität, bei Transitionsschritten und bei psychischen Belastungen durch Geschlechtsdysphorie. Dabei bieten wir einen geschützten Raum für die individuelle Auseinandersetzung mit Geschlechterfragen, in dem auch Unsicherheiten und Ambivalenzen Platz haben, und begleiten evidenzbasiert, respektvoll und offen für gelebte Vielfalt.


Was bieten wir in der Sprechstunde an?
•    Psychologisch psychiatrische Abklärung und Begleitung bei psychischen Belastungen durch Geschlechtsdysphorie 
•    Unterstützung bei Fragen zum Coming‑out, zur Klärung der Geschlechtsidentität sowie im Umgang mit Angehörigen und anderen Bezugspersonen
•    Indikationsstellung und fachärztliche Stellungnahmen zu körperlichen Transitionsschritten in Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen
•    Qualifizierte Begleitung vor, während und nach sozialen und medizinischen Transitionsschritten, bei nichtlinearen Transitionsverläufen und Detransitionsschritten
•    Beratung und Unterstützung von Angehörigen, Bezugspersonen und involvierten Fachpersonen

*Bitte beachten Sie: Unsere Sprechstunde ersetzt keine langfristige Psychotherapie und umfasst keine Kriseninterventionen oder psychiatrischen Notfälle. In akuten Krisen wenden Sie sich bitte an die Zentrale Aufnahme der Psychiatrie Baselland oder den Sanitätsnotruf 144. 

Sprechstunde für Geschlechterfragen (erklärt in einfacher Sprache)

Die Sprechstunde für Geschlechterfragen ist ein Angebot für Erwachsene. Sie ist für Menschen da, die Fragen zu ihrem Geschlecht, zu ihrem Körper oder zu möglichen Veränderungen haben. Das Angebot ist zum Beispiel für trans* Menschen und nichtbinäre Menschen da. Auch Angehörige und andere wichtige Bezugspersonen können Beratung bekommen. 
Sie müssen dabei nicht schon genau wissen, wer Sie sind. Viele Menschen kommen gerade deshalb zu uns, weil sie noch unsicher sind. Offene Fragen und Unsicherheiten haben in der Sprechstunde Platz.


Worum geht es in der Sprechstunde?
Oft geht es in der Sprechstunde um Gefühle und Unsicherheiten in Bezug auf das eigene Geschlecht oder den Körper. Manche Menschen sprechen mit uns über ihr Coming-out oder über Belastungen im Alltag. Andere möchten mögliche nächste Schritte im persönlichen Umfeld oder bei medizinischen Behandlungen besprechen.


Mit wem arbeitet die Sprechstunde zusammen?
Die Sprechstunde arbeitet mit anderen Fachstellen zusammen. Dazu gehören zum Beispiel die Kinder- und Jugendpsychiatrie, Ärztinnen, Psychotherapeutinnen und weitere medizinische und Beratungsangebote. So lässt sich die Unterstützung gut aufeinander abstimmen.


Ist die Sprechstunde ein Notfallangebot?
Die Sprechstunde ist kein Angebot für Notfälle und ersetzt keine längere Psychotherapie. In einer Krise wenden Sie sich bitte an die Zentrale Aufnahme der Psychiatrie oder den Notruf 144. Über medizinische Schritte sprechen wir nur, wenn Sie das möchten und wenn sie gut geprüft wurden.


Wie kann ich mich anmelden?
Sie können sich über die Zentrale Aufnahme der Psychiatrie Baselland anmelden. Sie erreichen uns unter +41 61 553 56 56 oder per E-Mail an aufnahme(at)pbl.ch. Es kann wegen vieler Anmeldungen zu Wartezeiten kommen. Die Kosten übernimmt in der Regel Ihre Krankenversicherung.

Wie verstehen wir Geschlechterfragen und welche Haltung leitet uns dabei?

•    Evidenzbasiert: Wir orientieren uns an aktuellen Leitlinien und wissenschaftlichen Standards und behalten dabei die individuelle Situation der Behandlungssuchenden im Blick.
•    Offen und explorativ: Unsere fachliche Haltung ist sensibel gegenüber komplexen Entwicklungsprozessen. Geschlechtliche Vielfalt verstehen wir nicht als krankhaft, sondern als einen Ausdruck menschlicher Varianz und Individualität.
•    Ganzheitlich: Psychische Begleiterkrankungen, Belastungsfaktoren, soziale Rahmenbedingungen und mögliche Entwicklungsdynamiken beziehen wir systematisch in die Abklärung ein.
•    Besondere Sorgfalt bei jungen Menschen: Wir beurteilen die Entwicklungssituation sorgfältig, beziehen Bezugspersonen ein und gestalten den Übergang ins Erwachsenenalter in enger Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Wie läuft eine Abklärung ab?

Die Abklärung dauert in der Regel rund drei Monate und umfasst bis zu fünf Termine à 60 Minuten, in denen wir Sie und Ihre Situation kennenlernen. Der genaue Umfang richtet sich nach Ihrem individuellen Anliegen: Manchmal genügt ein einzelner Beratungstermin, in anderen Fällen sind mehrere Gespräche notwendig, um das weitere Vorgehen gemeinsam zu klären.
In den Gesprächen sprechen wir mit Ihnen unter anderem über:
•    Ihr Erleben von Geschlecht und Körper
•    Ihre bisherigen Erfahrungen (z.B. Coming-out, soziale oder rechtliche Schritte)
•    psychische Belastungen und mögliche Begleiterkrankungen
•    die Rolle Ihres sozialen Umfelds (Familie, Freund*innen, Arbeit oder Ausbildung)

Gemeinsam prüfen wir, welche Unterstützung Sie aktuell benötigen und welche nächsten Schritte sinnvoll sind – etwa entlastende Gespräche, die Klärung von Unsicherheiten oder die Vorbereitung sozialer oder medizinischer Transitionsschritte. Stehen somatische Massnahmen im Raum, erfolgt die Indikationsstellung in enger Zusammenarbeit mit spezialisierten Zentren.
Unsere Abklärung ist bewusst ergebnisoffen: Ziel ist kein vorgegebener Weg, sondern ein individuell abgestimmter Prozess, den wir gemeinsam gestalten.

Mit wem arbeiten wir in der Behandlung zusammen?

Die Sprechstunde arbeitet eng mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Psychiatrie Baselland sowie weiteren internen und externen Fachstellen zusammen. Dazu gehören die Kinder- und Jugendpsychiatrie der Psychiatrie Baselland, niedergelassene Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen, spezialisierte medizinische und psychosoziale Angebote sowie somatische Fachdisziplinen wie Endokrinologie, Dermatologie, HNO und Chirurgie. Ziel dieser Zusammenarbeit ist eine koordinierte, evidenzbasierte und an den individuellen Bedürfnissen der Behandlungssuchenden orientierte Versorgung. 

Wie sind wir vernetzt?

Wir sind regional, national und international mit Fachstellen und Netzwerken zu Geschlechterfragen verbunden und bringen unsere Expertise in Fort- und Weiterbildungen, Supervisionen sowie psychotherapeutische Ausbildungsangebote ein. Diese Vernetzung unterstützt die Weiterentwicklung der Versorgung und die Qualität unserer Behandlungspraxis.

Wir arbeiten unter anderem mit folgenden Fachstellen und Angeboten zusammen:

Regionale und klinische Zusammenarbeit
•    Universitäres Zentrum für Geschlechtervarianz Universitätsspital Basel
•    Sprechstunde zu Geschlechtsidentität/Geschlechtervarianz Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland
•    Sprechstunde Geschlechtsidentität und Geschlechtervarianz Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel
•    Sprechstunden zu Genderinkongruenz / Geschlechtsdysphorie Universitätsspital Zürich

Beratungs- und Fachstellen

•    Neue Trans* Beratung Basel
•    Trans Beratung Checkpoint Zürich
•    Fachgruppe Trans* Basel
•    Netzwerk queer sensible Psychotherapie Basel des Verbands der Psychotherapeut:innen beider Basel (VPB)

Nationale und internationale Fachnetzwerke

•    European Professional Association for Transgender Health (EPATH)
•    World Professional Association for Transgender Health (WPATH)

Team

In unserem interdisziplinären Team arbeiten Fachpersonen aus Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie eng zusammen.  
Psychologische Leitung: lic. phil. Patrick Gross (er/ihn), patrick.gross(at)pbl.ch   
Ärztliche Leitung: Dr. med. Edith Stein (sie/ihr), MMSc, edith.stein(at)pbl.ch 

lic.phil.
Patrick Gross
Abteilungseitender Psychologe
Sprechstunde für Geschlechterfragen
 Binningen
Dr. med.
Edith Stein
Oberärztin
Ärztliche Leitung Sprechstunde für Geschlechterfragen und Sprechstunde für Traumafolgestörungen
 Binningen
Anmeldung

Anmeldung: Die Anmeldung zur Sprechstunde für Geschlechterfragen erfolgt über die Zentrale Aufnahme der Psychiatrie Baselland unter der Telefonnummer +41 61 553 56 56 oder per E Mail an aufnahme(at)pbl.ch. Bitte planen Sie für das erste Gespräch in unserer Sprechstunde rund 60 Minuten ein.

Bereits in Behandlung? Falls Sie bereits anderweitig wegen Geschlechterfragen in Behandlung sind, teilen Sie uns dies bitte bei der Anmeldung mit und bringen Sie zum Erstgespräch vorhandene Unterlagen und aktuelle Berichte mit. Dies erleichtert die Abklärung und ermöglicht eine koordinierte Weiterbehandlung.

Wartezeiten: Aufgrund der hohen Nachfrage kann es aktuell für neue Patient*innen zu längeren Wartezeiten kommen.

Kosten: Die Kosten für Abklärung und Behandlung in unserer Sprechstunde werden in der Regel von der obligatorischen Krankenversicherung übernommen, sofern die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Details zu Franchise und Selbstbehalt erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse.

Kontakt

Die Anmeldung zur Sprechstunde für Geschlechterfragen erfolgt über die Zentrale Aufnahme der Psychiatrie Baselland

Psychiatrie Baselland
Zentrale Aufnahme
Bienentalstrasse 7
Postfach 599
4410 Liestal

T: +41 61 553 56 56
aufnahme(at)pbl.ch

Situationsplan PDF