Skip to main content
Feedback Suche KontaktNotfall

Grundsteinlegung für Neubau von inclusioplus: Mehr Raum für Menschen mit Beeinträchtigung

Liestal, 16. April 2026

Die Grundsteinlegung vom dreistöckigen Neubau des Unternehmensbereichs inclusioplus der Psychiatrie Baselland (PBL) wurde mit Beteiligten aus Politik, der Projektleitung und Architekten gebührend gefeiert. Die Zeitkapsel als gutes Omen für den Bau liegt verschlossen in der Grube. Die PBL investiert 23 Millionen Franken für das neue Wohnheim in Liestal.

An der Wiedenhubstrasse in Liestal entsteht in den nächsten eineinhalb Jahren ein moderner Bau mit drei Etagen für total sechs Wohngruppen. Die Architektur in Form eines Ahornblattes ist speziell auf die komplexen Bedürfnisse und den unterschiedlichen Betreuungsbedarf von Menschen mit Beeinträchtigung ausgerichtet. Damit reagiert inclusioplus auf die steigende Nachfrage nach differenzierten Wohnformen für Menschen mit herausforderndem Verhalten: „Mit diesem Neubau schaffen wir nicht nur Wohnraum, sondern auch neue Möglichkeiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, zur Selbstbestimmung und zur Förderung individueller Lebensqualität“, sagt Thomas Heiniger, Verwaltungsratspräsident der Psychiatrie Baselland, anlässlich der Grundsteinlegung.

Regierungsrat Markus Eigenmann betonte, dass hier ein Ort entstehe, der sich konsequent an den Bedürfnissen der Menschen orientiere. Der Neubau sei von Beginn an zukunftsfähig, flexibel und anpassungsfähig gedacht worden: „Entscheidend ist, dass wir Strukturen schaffen, die sich mit den Menschen weiterentwickeln“, sagt der Vorsteher der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion Basel-Landschaft weiter. Er zeigte sich erfreut, dass der Kanton dabei auf starke Partner zählen dürfe.

Feierliche Zeremonie als gutes Omen
Im Rahmen der Grundsteinlegung wurde symbolisch eine Zeitkapsel in der Baugrube versenkt und verschlossen. Sie liegt nun, gefüllt mit Erinnerungsstücken aus der Planungszeit, Jahresberichten, einer Lokalzeitung, Münzen und einem persönlichen Gegenstand der zukünftigen Nutzenden unter dem Boden. Dieses Ritual soll ein positives Zeichen für die Bauarbeiten sein. Die Arbeiten verlaufen nach Plan. Die Tiefbauarbeiten konnten bereits weitgehend abgeschlossen werden, sodass mit dem Hausbau begonnen werden kann. Das Dietrichsbrunnenbächli, welches bisher eingeschlossen war, wurde bereits freigelegt und wird hinter dem künftigen Wohnheim durchfliessen.

Neues Zuhause eröffnet Perspektiven
Das neue Wohnheim von inclusioplus der PBL bietet differenzierte Wohnformen an. Der Standort verbindet Rückzugsmöglichkeiten mit der Nähe zu Arbeitsplätzen, Freizeitangeboten und gesellschaftlichen Aktivitäten. „Menschen mit komplexeren Bedürfnissen benötigen spezifische Angebote. Genau diese schaffen wir hier“, erklärt Peter Frei, der Gesamtleiter von inclusioplus und Mitglied der Geschäftsleitung der PBL. Das Wohngebäude umfasst auf drei Etagen und sechs Wohngruppen insgesamt 52 Zimmer und Studios. Geplant sind auch Räume für die Geschäftsstelle, ein Mehrzweckraum mit Küche und rückwärtige Räume.

Neu entstehe zudem ein Angebot für kognitiv beeinträchtigte Menschen mit herausforderndem Verhalten, so Peter Frei weiter. „Im neuen Wohnheim werden sie in agogischen Krisen stabilisiert, mit dem Ziel, dass sie wieder in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren können.“ Das Angebot wird in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Kind, Jugend und Behindertenhilfe Basel-Landschaft entwickelt.

Architektur für Inklusion
Das Bauprojekt "Ahorn" ist aus einem öffentlich ausgeschriebenen Architekturwettbewerb hervorgegangen, der von der Metron Architektur AG aus Brugg gewonnen wurde. Die Form fügt sich harmonisch in die Landschaft ein und ist architektonisch so konzipiert, dass das Wohnheim einerseits Sicherheit und Orientierung bietet und andererseits Begegnung und Offenheit ermöglicht. „Architektur kann entscheidend dazu beitragen, dass Menschen sich wirklich zuhause fühlen“, erklärt Architekt Sebastian Meuschke von Metron Architektur AG.

Gemeinsames Projekt mit klarer Vision
Der Neubau steht exemplarisch für die Haltung der Psychiatrie Baselland: Nicht nur auf Herausforderungen reagieren, sondern aktiv Lösungen entwickeln, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Der Neubau von inclusioplus ersetzt sanierungsbedürftige Einrichtungen wie das Wohnheim Windspiel in Liestal und den Wohnverbund Wägwisser in Niederdorf. Die PBL investiert dafür 23 Millionen Franken; das Wohnheim wird voraussichtlich Ende 2027 in Betrieb genommen.