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​​​​​​​Psychiatrie Baselland verbessert Ergebnis deutlich

Liestal, 06. März 2026

Die Psychiatrie Baselland (PBL) hat im Geschäftsjahr 2025 eine Trendwende eingeleitet. Nach zwei verlustreichen Jahren konnte das Ergebnis nun deutlich verbessert werden: Der Jahresverlust reduzierte sich auf 0,7 Mio. CHF (Vorjahresverlust 3,5 Mio. CHF). Die EBITDAR-Marge stieg auf 8,4 % (Vorjahr: 6,4 %). Diese Entwicklung ist insbesondere auf die hohe Auslastung im ambulanten Bereich sowie auf das Programm zur Ergebnisverbesserung zurückzuführen.

Treiber dieser Entwicklung waren die Erträge über das gesamte ambulante Angebot. Der Betriebsertrag stieg auf 124,3 Mio. CHF; das ist eine Erhöhung von 1,4 % gegenüber dem Vorjahr. Während die ambulanten Angebote weiter zulegten, blieb die Auslastung im stationären Bereich unter dem Vorjahresniveau. Dank gezielter Massnahmen zur Ergebnisverbesserung konnte die Entwicklung insgesamt stabilisiert werden.

Programm Ergebnisverbesserung zeigt Wirkung
Im Geschäftsjahr 2025 war die PBL erneut mit einem herausfordernden Umfeld konfrontiert. Die zunehmende Diskrepanz zwischen stagnierenden Tarifen und steigenden Kosten erschwerte die Rückkehr in die Gewinnzone. Mit einem umfassenden Programm zur Ergebnisverbesserung konnte die PBL gezielt Kosten senken und zusätzliche Erträge generieren. Zum Vorjahr sank der Betriebsaufwand um 0,9 % auf 116,3 Mio. CHF. Während der Personalaufwand stabil blieb, reduzierte sich der Sachaufwand deutlich; dies unter anderem dank tieferer Energiekosten und dem Programm Ergebnisverbesserung. Dazu gehörten insbesondere eine gezielte Stellenbewirtschaftung, der Fokus auf ein optimiertes Kapazitätsmanagement zur Auslastung der Stationen, das Erzielen von Zusatzerlösen in der medizinischen Kodierung sowie Effizienzsteigerungen in Prozessen und in der Beschaffung. Verwaltungsratspräsident Thomas Heiniger betont: „Mit dem Programm Ergebnisverbesserung haben wir 2025 die Trendwende eingeleitet. Die Rückkehr zu einem positiven Ergebnis ist entscheidend, um unsere unternehmerische Handlungsfreiheit langfristig zu bewahren.“ 

Investitionen für eine moderne Psychiatrie
Ein Wermutstropfen des Geschäftsjahres 2025 ist die Verzögerung der Totalsanierung vom Haus Biental auf dem Campus in Liestal. Die Ursachen liegen unter anderem an aufwendigeren Sanierungsarbeiten, die sich auch in den Kosten niederschlagen werden. 
Die erste Phase der Totalsanierung vom Haus Biental hat die PBL im Dezember 2025 mit einer kleinen Aufrichtefeier abgeschlossen. Nun folgt der Innenausbau. Zentral für das zukünftige Hauptgebäude ist die therapeutische Ausrichtung auf die integrierte Behandlung der Patientinnen und Patienten mit Triage und Aufnahme, Ambulatorien und Tagesklinik. Das Haus Biental wird voraussichtlich Ende 2027 in Betrieb genommen. 
Parallel dazu wurde mit dem Neubau im Unternehmensbereich inclusioplus begonnen. Ende 2025 fand der Spatenstich an der Wiedenhubstrasse in Liestal statt. Der dreistöckige Neubau ermöglicht Menschen mit Beeinträchtigungen hohe Wohn- und Lebensqualität mit möglichst viel Selbstbestimmung und Teilhabe. „Beide Erneuerungsprojekte leisten einen wichtigen Beitrag zur zukünftigen Qualität und Effizienz der Leistungserbringung der PBL“, sagt CEO ad interim Fabian Keller. 

Jeden Tag für die Menschen da
Mit einem umfassenden psychiatrischen Angebot für Erwachsene, Jugendliche und Kinder war die PBL auch im Geschäftsjahr 2025 nahe bei den Menschen in der Region Nordwestschweiz. Von ambulanten über tagesklinische bis hin zu stationären und aufsuchenden (Home Treatment) Angeboten erfüllte die PBL ihren Auftrag in der psychiatrischen Grundversorgung. Trotz eines verhaltenen Jahresstarts im stationären Bereich entwickelte sich die Auslastung im Verlauf positiv. Dank integrierter Versorgung und enger Vernetzung mit den Partnern konnte dieser Bereich weiter gestärkt und die Zahl der behandelten Patientinnen und Patienten auf knapp 15‘500 gesteigert werden. Insbesondere in der Kinder- und Jugendpsychiatrie zeigte sich das Wachstum deutlich, mit einer Zunahme um 7,7 % von 4’736 auf 5'099 Patientinnen und Patienten.

Weitere Informationen
Mehr Entwicklungen und Highlights aus dem Berichtsjahr 2025 finden Sie im Online-Geschäftsbericht mit dem Finanzbericht.