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Die Psychiatrie Baselland zeigt Arbeiten aus der Kunsttherapie, die von Patientinnen und Patienten während des Corona-Lockdowns zuhause geschaffen worden sind. Die Ausstellung im Erdgeschoss des Klinikgebäudes an der Bienentalstrasse 7 in Liestal ist für das Publikum ab sofort bis 19. August 2020 täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Liestal, 25. Juni 2020


Die Ausstellung umfasst die Arbeiten der ambulant behandelten Patientinnen und Patienten, die während des Lockdowns die Kunsttherapie nicht besuchen konnten. Stattdessen konnten die Betroffenen Fotos von ihren Bildern, Zeichnungen und Skulpturen per Mail an den Leiter Kunsttherapie, Christoph Braendle, senden. Diese wurden ausgedruckt und im Kreativ-Therapeutischen Zentrum der Psychiatrie Baselland (PBL) an eine Wand gehängt. "Es war uns sehr wichtig, dass die Patientinnen und Patienten trotz Corona weiter gestalten und mit ihnen auf diese Art weiterhin ein Kontakt bestehen konnte", sagt Christoph Braendle.

Ausstellung der "Corona-Wand"

Die Patientinnen und Patienten malten Porträts mit Acryl und Aquarellfarben auf Papier, zeichneten Motive aus der Pflanzenwelt mit Tusche und Feder, formten Skulpturen und vieles mehr. Jede Woche erhielten die Teilnehmenden ein Foto der täglich wachsenden «Corona-Wand» mit den neuesten Werken per Mail. Nun werden die Fotografien und einige Originale dieser Arbeiten im Klinikgebäude B öffentlich ausgestellt. Die "Corona"-Werke der Ausstellung werden von Zeit zu Zeit ergänzt mit noch aktuelleren Bildern, die von den Patientinnen und Patienten während ihrer Kunsttherapie nun wieder in der PBL kreiert werden.

Kunsttherapie fördert Selbstheilungskräfte

"Die Kunsttherapie hilft unseren Patientinnen und Patienten, ihre psychischen Probleme zu verarbeiten", sagt Barbara Schunk, CEO der Psychiatrie Baselland. "Sie stärkt Ressourcen, aktiviert die Selbstheilungskräfte, unterstützt die Entwicklung von Autonomie, fördert das Selbstwertgefühl und die Sozialkompetenzen". Das Potenzial der Kunsttherapie äussert sich nicht nur in den therapeutischen Erfolgen, sondern auch in den faszinierenden Arbeiten, die von den Kreativkräften der Patientinnen und Patienten zeugen. 

Mit Bildern, Zeichnungen und Skulpturen wird in der therapeutischen Beziehung zwischen Patientin oder Patient sowie der Therapeutin oder dem Therapeuten etwas Drittes geschaffen. "Dieses Gestaltete", sagt Christoph Braendle, "hilft dem Patienten, Abstand zu gewinnen und eröffnet den therapeutischen Dialog".

Schutz vor dem Coronavirus

Bei Besuchen in der PBL gelten nach wie vor die Corona-Schutzmassnahmen: Mindestabstand 1,5 Meter, Händehygiene (Desinfektionsmittel-Spender beim Eingang) und Registration in eine Liste, um Rückverfolgungen zu ermöglichen (contact tracing); dieser Eintrag ist freiwillig.

Kontakt

Christoph Braendle
Leiter Kunsttherapie