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Das Jugendalter bringt vielfältige Entwicklungsaufgaben mit sich, welche nebst den Anforderungen der Schule und der Berufsausbildung bewältigt werden müssen. Das stellt hohe Anforderungen an eine Institution, die Jugendliche in ihrem Alltag und in ihrer Persönlichkeitsentwicklung begleitet.

Unterstützende Behandlungangebote

Die Jugendlichen sind in ihrer Persönlichkeitsentwicklung ab dem 10. Lebensjahr zunehmend gefestigt. Ohne dringliche Notwendigkeit verändern sich die Jugendlichen in ihren Persönlichkeitszügen ab diesem Alter kaum mehr. Sie suchen sich stattdessen die passende Umwelt zu ihrer Veranlagung. Um ungünstigen Entwicklungsverläufen entschieden entgegen treten zu können, kann eine enge Zusammenarbeit unseres therapeutischen Behandlungsangebots mit Ihrer sozialpädagogischen Institutionen eine wertvolle Unterstützung sein. Hierbei ist es uns wichtig, das Behandlungsteam der Institution in ihrem individuellen Behandlungsangebot zu unterstützen und zu begleiten. Es gilt sowohl die Bedürfnisse und Ressourcen der Jugendlichen, wie auch das spezifische Angebot der Institution, zu einer breit gestützten gemeinsamen Arbeit zusammenzuführen.

Sozialpädagogischer Kontext

Kinder und Jugendliche in pädagogisch-therapeutischen Institutionen befinden sich aus Perspektive der Behandler in zwei Lebensbereichen: Einerseits ein alltagsnaher, sozialpädagogischer Bereich mit Regeln, „Ämtli“, Anforderungen und Erwartungen, sowie andererseits ein reflektierender, schützender, psychotherapeutischer Bereich. Basierend auf unserem breiten Erfahrungsschatz der Behandlung von Kindern und Jugendlichen können wir den sozialpädagogischen Kontext Ihrer Institution als Bühne betrachten, auf der die Bewohner ihr Verhalten zeigen.

Gemeinsamer therapeutischer Prozess

Dieses Geschehen kann in der Folge reflektiert und in den Dienst eines gemeinsamen therapeutischen Prozess gestellt werden. Dabei spielt die Erarbeitung eines gemeinsamen Problemverständnisses mit sämtlichen Ressourcen und Defiziten des Jugendlichen und seinem Familiensystem aus sozialpädagogischer und psychotherapeutischer Perspektive eine zentrale Rolle. Anhand dieses Verständnisses sollte das Verhalten der Jugendlichen einerseits erklärbar werden, und andererseits können daraus Interventionen auf sozialpädagogischer und psychotherapeutischer Ebene hergeleitet werden. Die Zusammenarbeit von Therapie und Sozialpädagogik ist ein zentraler Pfeiler einer gelungenen Behandlung.

Verantwortliche Fachpersonen

Ihre Ansprechpersonen sind Dr. med. Romaine Viollier und Benedict Weizenegger, Fachpsychologe für Psychotherapie und Rechtspsychologie FSP. Sie erreichen die beiden via Sekretariat der Kinder- und Jugendpsychiatrie Liestal.

Kontakt

Kinder- und Jugendpsychiatrie
Poliklinik Liestal Goldbrunnenstrasse 14
4410 Liestal

T: +41 61 553 59 10
kjp.liestal(at)pbl.ch
Telefonzeiten:
Montag bis Freitag 8.00–12.00 Uhr und
14.00–17.30 Uhr