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Spezialisierte ambulante Therapie bei Zwangsstörungen

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland bietet an ihren drei Standorten Bruderholz, Liestal und Laufen eine ambulante Zwangssprechstunde an. Sie wird von der Psychotherapeutin Claudia Bocola geleitet. Im interdisziplinären Behandlungsteam arbeiten eine Oberärztin, drei Psychologinnen und zwei Assistenzärzte mit. Alle verfügen therapeutisch über einen kognitiv verhaltenstherapeutischen Hintergrund.

Das Erstgespräch mit Patient und Eltern führen eine Psychologin oder Assistenzärztin und die Leiterin der Zwangssprechstunde. Claudia Bocola übernimmt die Elternarbeit, die andere Fachperson die therapeutische Begleitung des Patienten oder der Patientin. Die Therapie beginnt mit einer ausführlichen psychologischen Abklärung. Dabei wird den Betroffenen und den Eltern ein verständliches und nachvollziehbares Störungskonzept vermittelt (Psychoedukation über Prädisposition, auslösende und aufrechterhaltende Faktoren).

Danach lernt der Patient allmählich mit Hilfe der Therapeuten, sich seinen Ängsten und Befürchtungen zu stellen (Exposition mit Reaktionsmanagement). Da der Ursprung der Zwangshandlungen dysfunktionale Gedanken sind, wird der Kognitiven Verhaltenstherapie besondere Beachtung geschenkt. In diesem Sinne wird therapeutisch eine Veränderung der dysfunktionalen Gedanken, Bewertungen und Einstellungen angestrebt.

Je nach Indikation sind auch Besuche und Expositionen im häuslichen Umfeld sehr empfehlenswert, dies natürlich in Absprache und Einwilligung mit der Familie. Bei langanhaltender, starker Chronifizierung der Zwänge und wenn die Kognitive Verhaltenstherapie nicht ausreicht, kann zusätzlich eine medikamentöse Therapie sinnvoll sein; immer im Austausch mit dem behandelnden Kinder- oder Hausarzt.