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Vergesslichkeit und Demenz behandeln

Gedächtnisprozesse verändern sich über die Lebensspanne. Wir unterscheiden Kurz- und Langzeitgedächtnis. Besonders das Kurzzeitgedächtnis ist von Veränderungen betroffen und in besonderem Masse abhängig von Stimmungen und Belastungen. Ob Gedächtnisstörungen und Vergesslichkeit noch im normalen Rahmen sind, ob sie im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen stehen oder erste Anzeichen einer Demenz sind, lässt sich untersuchen.

Ursachen und Häufigkeit

Von den rund 100 unterschiedlichen Ursachen von Gedächtnisstörungen sind einige Formen behandelbar; etwa Beispiel Stoffwechselerkrankungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion oder Vitaminmangel B12. Schätzungen zufolge sind neun Prozent der über 65-jährigen Menschen und mehr als 41 Prozent der über 90-Jährigen von einer Demenzform betroffen (Alzheimer-Schweiz). Eine möglichst frühe Abklärung ist in jedem Falle sinnvoll.

Ambulante Abklärung

In unseren Ambulatorien bieten wir eine umfassende Abklärung bei Gedächtnisstörungen an. Die umfassende Erhebung der Vorgeschichte – oft in Zusammenarbeit mit Angehörigen, Hausarzt oder Spitex – stehen am Anfang. Blutuntersuchungen im Labor, eine neurologische Untersuchung, bildgebende Verfahren wie eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRI) des Gehirns und neuropsychologische Tests führen zu einer Diagnose als Ausgangsbasis für eine weitere Behandlungsplanung.

Beratung und Behandlungsangebot

Ein ausführliches Aufklärungsgespräch über die Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten, auf Wunsch auch unter Einbezug der Vertrauensperson und der Angehörigen, ist für uns selbstverständlich.

Je nach Situation kommen Medikamente wie Cholinesterasehemmer, Memantine oder Ginkgo sowie Psychotherapie zum Einsatz, auch zur Behandlung von Begleitsymptomen. Dazu gehören etwa Schlafstörungen, Depression oder Verhaltensänderungen. Wo sinnvoll und möglich, ergänzen Gedächtnis- und Alltagstraining, körperorientierte Therapien, Ergotherapie sowie musische und kreative Therapien das Behandlungsangebot.

Stationäre Therapie

Schwere Gedächtnisstörungen und dementielle Störungen können eine stationäre Behandlung notwendig machen. Dabei geht es um wichtige Abklärungen und darum, die noch bestehenden Fähigkeiten der Patientinnen und Patienten zu stützen und zu nutzen, um Alltagsfunktionen so gut wie möglich zu erhalten. Ärztliche, psychologische und pflegerische Fachpersonen arbeiten mit den Patienten und ihren Angehörigen eng zusammen. Zur Demenztherapie gehört auch der Einsatz von Medikamenten.

Partner und Angehörige

Auch die Beratung und Behandlung von Partnern und pflegenden Angehörigen sind wichtige Teile des Behandlungsplanes. Abklärungen und Behandlungen führen wir teilweise auch Zuhause oder in den Alters- und Pflegeheimen durch.

 

Weitere Informationen

Kontakt

Anmeldung und Aufnahme Patienten
Psychiatrie Baselland - Zentrale Aufnahme
Bienentalstrasse 7 Haus C
4410 Liestal