Psychiatrie Baselland
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Medienmitteilung

12. Januar 2015

Neue Ausstellung in der Psychiatrie Baselland

Mit einer Vernissage am Donnerstag, 15. Januar 2015 eröffnet die Psychiatrie Baselland in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Liestal ihre erste Kunstausstellung in diesem Jahr. Die regional bekannten Kunstschaffenden Barbara Peyer und Gido Wiederkehr zeigen eine Auswahl ihrer Werke.

Die Ausstellung läuft unter dem Titel „Poesie und Sinnlichkeit“ und dauert bis 12. April 2015. Sie ist täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Das Publikum ist eingeladen zur Vernissage am Donnerstag, 15. Januar um 18.15 Uhr im Parterre des Gebäudes B der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Bienentalstrasse 7 in Liestal. Einführende Worte spricht der Kunsthistoriker Michael Babics, den musikalischen Rahmen geben Muhi Tahiri (Saxophon und Gesang) und Daniel Gysin (Gitarre).

Figuren in leuchtenden Farben

Die 1966 in Bern geborene Barbara Peyer arbeitet vor allem in der Malerei und der Installation. Zentral in ihren Werken ist die Intensität und Leuchtkraft der Farben, die sie zum Teil selber produziert. In ihren Arbeiten drückt sich ihre Lust am Erzählen aus, wodurch figürliche Bilder entstehen. Barbara Peyer setzt Menschen, Tiere, Pflanzen oder Gegenstände in bildnerische Szenen um mit oft surrealen, traumhaften oder magischen Bezügen.

In den neueren Bildern – mehrheitlich grössere Formate – werden Bewegung und Leerräume wichtig. Der Wald dient als Einstieg ins Bild und lässt in seiner Fülle und Struktur viel Freiheit für Abstraktion. In diesen Bildern experimentiert Barbara Peyer mit neuen Oberflächen und Farbqualitäten. Dabei setzt sie selbst erlebte Situationen in neue Zusammenhänge und lässt im Bild eine neue Welt entstehen, die zu Interpretationen anregt. Barbara Peyer besuchte 1986 bis 1991 die Hochschule für Gestaltung in Bern und arbeitet seit 1992 in ihrem Atelier in Basel.

Geschichten durch Schichten

Gido Wiederkehr ist 1941 im aargauischen Rothrist geboren, lebt in Rheinfelden und arbeitet in Basel. Von 1982 bis 2006 lehrte er an der Hochschule für Gestaltung Basel. Seine Bilder entstehen, indem er Farben und Formen in unzähligen Schichten zu einer spannungsvollen Einheit ineinanderlegt. Es sind „Schichten, die Geschichten schreiben“, wie er es ausdrückt.

Wichtig ist bei Gido Wiederkehr nicht nur das Bild selber, sondern auch der Entstehungs-Prozess. Dieser lässt sich auf den Bildern bisweilen nachvollziehen, indem für den Betrachter die einzelnen Arbeitsschritte sichtbar werden. Ein anderes Mal bleiben diese verborgen, können jedoch erahnt werden. So komponiert der Künstler, indem er Farbschicht über Farbschicht legt, ein Werk, das am Ende ganz anders aussehen kann, als er es ursprünglich vorgesehen hatte.  

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