Psychiatrie Baselland
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Medienmitteilung

26. April 2018

Gerüstet für weitere Schritte in die Zukunft

Die Psychiatrie Baselland (PBL) hat 2017 erneut mehr Patientinnen und Patienten auf ihrem Weg zu neuer Lebensqualität begleiten dürfen. Eine qualitativ hochstehende Behandlung und Betreuung psychisch kranker Menschen bleibt das erklärte Ziel der Psychiatrie Baselland und ihren Mitarbeitenden – trotz eines spürbar raueren gesundheitsökonomischen Umfeldes.

Kosten stabil – Ersatzbauten auf dem Campus Liestal

Das Unternehmen ist wirtschaftlich auf einem guten Weg. Dank Prozessoptimierungen konnten die Kosten trotz Mehrleistungen stabil gehalten werden. Ohne ausserordentliche Rückstellungen für die Pensionskasse wäre das Vorjahresergebnis übertroffen worden. CEO Hans-Peter Ulmann: „Wir werden den Gewinn einsetzen, um Innovationen anzustossen für die Weiterentwicklung unserer Angebote sowie für die notwendige Erneuerung unserer Infrastruktur am Standort Liestal, damit die Psychiatrie Baselland auch in Zukunft für Patienten und Mitarbeitende attraktiv bleibt.“

Mit dem Architekturwettbewerb für das neue Zentrum für Krisenintervention und das Zentrum für Alterspsychiatrie hat die Psychiatrie Baselland wichtige Etappen des Masterplans Campus Liestal zurückgelegt. Derzeit werden die Detailprojekte ausgearbeitet. 

Konzentration der Angebote des Unterbaselbiets

Ein Meilenstein des Geschäftsjahres 2017 war die Entscheidung des Verwaltungsrates, in Binningen an verkehrstechnisch bester Lage ein Ambulatorium für die Kinder- und Jugendpsychiatrie und die Erwachsenenpsychiatrie zu beziehen. „Damit können wir dezentrale Standorte zusammenfassen und bleiben trotzdem nahe bei unseren Patientinnen und Patienten“, freut sich Hans-Peter Ulmann. Der Betrieb am Standort Binningen soll 2020 aufgenommen werden. 

Tarife als grosse Herausforderung 

Zu den grossen Herausforderungen der PBL gehören die Tarife, die wegen der allgemein steigenden Gesundheitskosten weiterhin stark unter Druck sind. Das neue Tarifsystem für stationäre psychiatrische Leistungen in der Erwachsenenpsychiatrie, „TARPSY“, wird diesen Druck noch verstärken. Für 2018 konnte bisher nur mit der Einkaufsgemeinschaft HSK, welche die Krankenversicherer Helsana, Sanitas und KPT vertritt, eine Baserate für den stationären Bereich abgeschlossen werden. Mit der Tarifsuisse AG, dem andern grossen Leistungseinkäufer, wurde leider keine Einigung erzielt. Das bedeutet, dass die PBL beim Kanton Basel-Landschaft die Festsetzung des stationären Tarifes beantragen wird. 

Besorgt ist die Psychiatrie Baselland auch über die Revision des Ärztetarifs Tarmed. Psychiatrische Therapien werden seit 1. Januar 2018 tiefer abgegolten, was im Widerspruch zum allseits geforderten Prinzip „ambulant vor stationär“ steht.

Sondereffekte beeinflussen das Ergebnis 

Eine zusätzliche Rückstellung für die Pensionskasse von 2,2 Mio. CHF hat den Gewinn vor Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) um 26,3 Prozent auf 4,4 Mio. CHF reduziert (siehe Kasten), ebenso den Jahresgewinn, der sich dennoch auf 1,1 Mio. CHF beläuft. Entsprechend ist auch die EBITDA-Marge – der EBITDA im Verhältnis zum Betriebsertrag – auf 4,4 Prozent gesunken. Ohne die Rückstellung und andere Sondereffekte läge die EBITDA-Marge bei 6,6 Prozent (Vorjahr 6,0 %). Das zeigt: Seit der Verselbständigung im Jahr 2012 hat die Psychiatrie Baselland den EBITDA kontinuierlich gesteigert.

Eigenkapital deutlich gestärkt dank höherem Dotationskapital

Vor allem dank der von Regierung und Landrat per 1. Juni 2017 beschlossenen Umwandlung eines Darlehens in Dotationskapital ist das Eigenkapital von 18,0 auf 54,8 Mio. CHF gestiegen. Ergänzt um den selbst erwirtschafteten Zuwachs, hat sich die Eigenkapital-Quote auf 68,5 Prozent erhöht (EK in % der Bilanzsumme). Diese Kapitalerhöhung ermöglicht der PBL, die im Interesse der Patientinnen und Patienten notwendigen Investitionen zu tätigen und die Angebote weiter zu entwickeln.

Zahl der Patienten erneut gestiegen

Das Engagement der Psychiatrie Baselland für psychisch kranke Menschen zeigt sich in einem erfreulichen Anstieg der Anzahl Patientinnen und Patienten auf gesamthaft 10‘454 (+ 2,9 %). In der Erwachsenenpsychiatrie waren es 7‘604 Fälle (+ 1,6 %), in der Kinder- und Jugendpsychiatrie 2‘850 Fälle (+ 6,5 %). Ein Projekt zur Verbesserung der Produktivität (Effizienzsteigerung) in den Ambulatorien zeigte ebenfalls erste Erfolge: Für die Behandlung der Patientinnen und Patienten wurde mehr Zeit gewonnen, was sich in der Zahl der geleisteten Taxpunkte von 11,45 Mio. (+ 14,5 %) niederschlägt.

Qualität auf konstant hohem Niveau 

Zum quantitativen Wachstum kommt ein hohes Qualitätsniveau der Therapien. Die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten hat sich gemäss dem Befragungsinstrument PoC-18 laut der letzten Erhebung im Sommer 2017weiter verbessert: 77,7 Prozent der Patienten gaben an, zufrieden oder sehr zufrieden mit Behandlung und Betreuung zu sein; bei den Hotellerieleistungen waren es 86,9 Prozent. Erfreulich ist das Resultat auch bei der Messung der Zuweisenden-Zufriedenheit:Diese hat sich auf hohem Niveau gehalten. 

Kennzahlen Psychiatrie Baselland (in Mio. CHF)

2017

2016

Veränderung

Betriebsertrag nach Rückstellungen

99,1

99,2

- 0,1 %

Betriebsaufwand

94,8

93,3

+ 1,6 %

EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen)

4,4

5,9

- 26,3 %

Jahresgewinn

1,1

2,0

- 46,2 %

Personalaufwand

77,2

75,7

+ 2,0 %

Sachaufwand

17,6

17,6

Behandelte Fälle total

10‘454

10‘156

+ 2,9 %

Behandelte Fälle Erwachsenenpsychiatrie ambulant

5‘305

5‘252

+ 1,0 %

Behandelte Fälle Erwachsenenpsychiatrie stationär

2‘299

2‘229

+ 3,1 %

Behandelte Fälle Kinder- und Jugendpsychiatrie

2‘850

2‘675

+ 6,5 %

Pflegetage

83‘047

83‘943

- 1,1 %

Mitarbeitende (Personen)

974

971

+ 0,3 %

Kontakt
- Hans-Peter Ulmann, CEO Psychiatrie Baselland, Tel. 061 553 50 02
- Alice Scherrer, Präsidentin des Verwaltungsrates, Tel. 079 509 13 19

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