Psychiatrie Baselland
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Medienmitteilung

26. April 2017

Psychiatrie Baselland stärkt ihre finanzielle Grundlage

Das Geschäftsjahr 2016 der Psychiatrie Baselland schliesst mit erfreulichen Zahlen: Das Eigenkapital ist auf 18 Mio. CHF gestiegen, was einem Plus von 12,9 Prozent entspricht. Das Unternehmen hat damit seine finanzielle Grundlage aus eigener Kraft weiter gefestigt. Ebenfalls erfreulich ist, dass die Zahl der Patientinnen und Patienten erneut gestiegen ist, auch jene der ausserkantonalen Patienten. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) liegt bei 5,9 Mio. CHF, der Jahresgewinn bei 2,0 Mio. CHF. Der Geschäftsbericht steht unter dem Motto „Ein starker Partner in der Berufsbildung“.

„Ich freue mich über die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2016“, sagt Hans-Peter Ulmann, CEO der Psychiatrie Baselland. Der Gewinn vor Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) liegt mit 5,9 Mio. CHF zwar unter dem Wert von 2015 (siehe Kasten), ebenso der Jahresgewinn von 2,0 Mio. CHF. EBITDA und Gewinn des Vorjahres waren deshalb ausserordentlich hoch, weil damals eine nicht benötigte Rückstellung für Tarifrisiken von 4,5 Mio. CHF aufgelöst werden konnte, was zum höheren Betriebsertrag führte.

„Die Entwicklung der Jahresergebnisse der letzten Jahre zeigt ein insgesamt stetes Wachstum“, sagt Hans-Peter Ulmann. Augenfällig wird dies auch an der EBITDA-Marge, das heisst am EBITDA in Prozent des Betriebsertrages. Die Marge hat sich in den letzten Jahren laufend erhöht und liegt jetzt bei sechs Prozent. Das ist ein Zeichen steigender Effizienz.

Wachsendes Eigenkapital

„Eine angemessene EBITDA-Marge ist entscheidend, damit wir unsere Investitionen langfristig finanzieren, das Unternehmen weiterentwickeln und die Arbeitsplätze sichern können“, sagt der CEO. Um diese Ziele zu erreichen, ist auch genügend Eigenkapital nötig. Dank des guten Betriebserfolges hat die Psychiatrie Baselland ihr Eigenkapital 2016 auf 18 Mio. CHF (+ 12,9 %) erhöht. Das entspricht einer Eigenkapital-Quote von 23,2 Prozent (EK in % der Bilanzsumme). Als das Unternehmen 2012 in die Selbständigkeit entlassen wurde, lag die EK-Quote bei 12,9 Prozent. Das bedeutet, dass es seine finanzielle Substanz innert fünf Jahren und mit grossem Einsatz kontinuierlich erhöht hat. Trotzdem reicht das bei Weitem nicht, um nötige Ersatzinvestitionen zu finanzieren.

Landratsvorlage für genügende Eigenkapitalausstattung

Deshalb beantragt der Regierungsrat dem Landrat, das seit der Verselbständigung zu tiefe Eigenkapital zu erhöhen, indem ein Darlehen des Kantons an die Psychiatrie Baselland von 36,1 Mio. CHF in Eigenkapital umgewandelt wird. Dadurch steigen das Dotationskapital des Kantons am Unternehmen und die EK-Quote. Dies wiederum versetzt die Psychiatrie Baselland in die Lage, das nötige Fremdkapital zur Finanzierung der anstehenden Investitionen aufzunehmen.

Weiter steigende Patientenzahlen

Die neue Organisation der Erwachsenenpsychiatrie mit fünf Leistungszentren, der Privatklinik und der Zentralen Aufnahme hat sich in ihrem ersten Betriebsjahr gut bewährt, einige wenige „Kinderkrankheiten“ wurden behoben. Dank den neuen Strukturen werden ambulante, teilstationäre und stationäre Behandlungen bestens aufeinander abgestimmt und Betriebsabläufe optimiert.
Dass die Psychiatrie Baselland mit der Neuorganisation auf dem richtigen Weg ist, zeigt die erneut höhere Zahl der Patientinnen und Patienten. Bei den stationären Fällen verzeichnet die Erwachsenenpsychiatrie der PBL gar ein Plus von 8,4 Prozent. Die Zahl der geleisteten Taxpunkte bei den ambulanten Patienten stieg auf zehn Millionen (+ 1,4 %).

Wachstum alleine ist ein wenig aussagekräftiger Wert, die Qualität muss stimmen. Auch hier darf die Psy-chiatrie Baselland auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurückblicken. In der Erhebung mit dem Befragungs-Instrument PoC-18 (Perception of Care) zeigten sich sehr hohe 77,3 Prozent der befragten stationär behandelten Patienten zufrieden oder sehr zufrieden. Bei den Hotellerie-Leistungen waren es sogar 87,2 Prozent. Auch in der Erhebung durch den nationalen Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ) hat die Psychiatrie Baselland gute Resultate erzielt.

Für die Messung der Zuweisenden-Zufriedenheit hat die Psychiatrie Baselland 2016 ein eigenes Instrument eingeführt. Sie stellt den Zuweisenden in einer kurzen Erhebung Fragen zur Zusammenarbeit und zur Zu-friedenheit der Patienten. Das Fazit ist sehr erfreulich: Mehr als 90 Prozent der Befragten beurteilten die Zusammenarbeit, die Erreichbarkeit oder den Ablauf der Zuweisungen als eher positiv bis sehr positiv. Ebenfalls mit positiv bis sehr positiv bewerteten 77 Prozent der Zuweisenden die Zufriedenheit der Patien-tinnen und Patienten.

Engagiert in der Berufsbildung

Die Psychiatrie Baselland gehört zu den grössten Lehr- und Ausbildungsbetrieben des Kantons Basel-Landschaft. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 100 Auszubildende in akademischen und nicht akademischen Berufen. Dazu gehören 38  Assistenzärztinnen und  -ärzte sowie 32 Assistenzpsychologinnen und  -psychologen.
Grössere Berufsgruppen mit je rund zwei Dutzend Auszubildenden sind Fachangestellte Gesundheit, Pflegefachpersonen HF sowie Praktikantinnen und Praktikanten. Hinzu kommen handwerkliche, technische und kaufmännische Berufe.
Der Aus- und Weiterbildung widmet die Psychiatrie Baselland ihren Geschäftsbericht 2016, der unter dem Motto „Ein starker Partner in der Berufsbildung“ steht. Er gibt Einblick in die Vielfalt der in dieser Institution ausgeübten Berufe und porträtiert junge Auszubildende in ganzseitigen, bunt illustrierten Beiträgen.

Kennzahlen Psychiatrie Baselland (in Mio. CHF)

2016

2015

Veränderung

Betriebsertrag nach Rückstellungen

99,2

102,6

- 3,3 %

Betriebsaufwand

93,3

95,2

- 2,0 %

EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen)

5,9

7,4

- 20,2 %

Jahresgewinn

2,0

3,9

- 48,5 %

Personalaufwand

75,7

76,2

- 0,7 %

Sachaufwand

17,6

19,0

- 7,3 %

Behandelte Fälle total

10‘156

10‘061

+ 0,9 %

Behandelte Fälle Erwachsenenpsychiatrie ambulant

5‘252

5‘413

- 3,0 %

Behandelte Fälle Erwachsenenpsychiatrie stationär

2‘229

2‘057

+ 8,4 %

Behandelte Fälle Kinder- und Jugendpsychiatrie

2‘675

2‘591

+ 3,2 %

Ausserkantonale Fälle stationär

429

404

+ 6,2 %

Pflegetage

83‘943

81‘883

+ 2,5 %

Mitarbeitende (Personen)

971

960

+ 1,1 %

Unsere Mitarbeitenden haben 2016 einmal mehr hervorragende Leistungen erbracht. Sie sind die Hauptverantwortlichen für den Erfolgskurs der Psychiatrie Baselland. Ihnen wollen wir an dieser Stelle unseren grossen Dank aussprechen.


Kontakt
- Hans-Peter Ulmann, CEO Psychiatrie Baselland, Tel. 061 553 50 02
- Alice Scherrer, Präsidentin des Verwaltungsrates, Tel. 079 509 13 19

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