Psychiatrie Baselland
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Medienmitteilung

22. November 2016

Jubiläums-Vernissage in der Psychiatrie Baselland

Jubiläums-Vernissage in der Psychiatrie Baselland

„Im Augenblick“ heisst die neue Ausstellung in der Psychiatrie Baselland in Liestal. Sie lädt zur 30. Vernissage der Reihe „Kunst in der Psychiatrie“ auf Dienstag, 29. November 2016 ein. Die Kunstschaffenden Christian Kessler aus Gempen sowie Jacqueline Borner und Liza Stauder-Koltay aus Sissach stellen neue Arbeiten aus. Dazu gehören Skulpturen aus Alabaster und Marmor, Bilder auf Holz und Leinwand sowie spannende Reliefs aus Gips.  

Einen Augenblick inne halten nach 15 Jahren „Kunst in der Psychiatrie“ – so könnte der Titel der neuen Ausstellung „Im Augenblick“ auch interpretiert werden. Zur 30. Vernissage lädt die Psychiatrie Baselland das Publikum auf Dienstag, 29. November 2016 um 18.15 Uhr im Parterre der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Bienentalstrasse 7 in Liestal. Einführende Worte spricht Kunsthistorikerin Rebekka Schraner. Musikalische Unterhaltung vom Feinsten bietet Balthasar Streiff mit „Alphörnern und Artverwandtem“. Die Ausstellung ist vom 30. November 2016 bis 23. April 2017 täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Skulpturen aus Holz und Marmor
„Im Augenblick“ vereint mit Christian Kessler (1950) aus Gempen, Jacqueline Borner (1965) und Liza Stauder-Koltay (1961) aus Sissach drei ganz unterschiedliche Kunstschaffende. Bildhauer Christian Kesslers Skulpturen aus Holz, Kalkstein, Marmor oder Alabaster entstehen „in, mit und aus der Natur“, schreibt
Rebekka Schraner. So sind etwa Pflanzensamen die Ausgangsmaterialien für eine kleinteilige Werkserie. Gleichzeitig verarbeitet der Künstler Stoffe wie Holz oder Stein zu ausdrucksstarken mannshohen Stelen.

Experimente mit Farbe und Leinwand        
Lustvolles Experimentieren mit Farbe und Leinwand charakterisiert das Werk von Jacqueline Borner. Sie pinselt, spachtelt, trägt auf und ab, überdeckt, schleift und klebt, verbrennt und löscht – in vielen Varianten und Methoden lässt sich die Künstlerin in ihrer Arbeit treiben und inspirieren und gibt so jedem Werk seinen eigenen Ausdruck. Durch das Auftragen grosser Farbmengen, schreibt Rebekka Schraner, dehnt sich die Leinwand in die dritte Dimension aus und verleiht den Gemälden zusätzliche räumliche Präsenz.

Sinnesorgane als Quelle der Inspiration
Der Mensch und seine Sinne stehen im Zentrum des Werkes von Liza Stauder-Koltay. In ihren Ölgemälden und Gipsreliefs kommen Ohren, Augen, Lippen und ganze Gesichter aus unterschiedlichen Kulturen vor, die miteinander zu kommunizieren scheinen. Ständiger Begleiter in den Arbeiten der Künstlerin ist ein persönliches Handicap, wodurch ihrer Sehkraft als Orientierung im Alltag gesteigerte Bedeutung zukommt. „Hören bedeutet für mich auch sehen, weil ich eine sehr schmale Hörspur habe und Lippen lesen muss“, sagt sie. Und: „Ich verstehe also vieles falsch und befinde mich deshalb oft in einer peinlichen Situation, aus welcher ich mich dann herauswinde. Diese Augenblicke haben eine gewisse Tragikomik, sind mit Humor zu geniessen und die Quellen meiner Inspirationen.“

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