Psychiatrie Baselland
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Medienmitteilung

19. Mai 2016

Wanderung als Kunst in der Psychiatrie Baselland

Dem Thema Wandern widmet sich die neuste Ausstellung der Psychiatrie Baselland. Die Baselbieter Kunstschaffenden Lilot Hegi, Flavian Naber und Lisa Wirz führen auf einem facettenreichen Wanderweg in Bildern, Skulpturen und Installationen durch eine Landschaft, die nicht nur die erfreulichen Seiten des „Wanderns“ präsentiert.  

„Wanderweg“ heisst die neuste Ausstellung in der Psychiatrie Baselland. Das Publikum ist eingeladen zur Vernissage am Donnerstag, 26. Mai 2016 um 18.15 Uhr im Parterre der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Bienentalstrasse 7 in Liestal.

Einführende Worte spricht die Kunsthistorikerin Monika Wösthoff aus Basel. Den musikalischen Rahmen setzt das Duo ARCO mit Aruna Poschner (Violine) und Cornelius Buser (Gitarre). Die Ausstellung ist vom 27. Mai bis 20. November 2016 täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Eine Wanderung durch das Leben
Wer in den Bergen wandert, geniesst die schönen Seiten des Wanderns. Anders verläuft die „Wanderung“ jener, die vor Krieg und Hunger flüchten. Sie erleben nur allzu oft die negative Seite. Und wieder andere schreiten auf ihrer Wanderung durch das Leben über Höhen und durch Tiefen im übertragenen Sinn.

Die Bühnen- und Kostümbildnerin, Künstlerin und Kunstdozentin Lilot Hegi (69) aus Böckten macht in ihren Bildern und Installationen zum Wander-Motiv die Sonnen- und Schattenseiten des Wanderns in vielschichtigen Bedeutungen erlebbar. Ebenso vielfältig sind die Materialien und Formate: Zeichnungen mit Bleistift auf Papier, Aquarelle oder Pigment auf Nessel in Formaten zwischen 30 x 30 Zentimeter bis 200 x 340 Zentimeter.

Wanderung im Labyrinth
Mit dem rautenförmigen Zeichen für den Wanderweg arbeitet die Sissacher Künstlerin und Innenarchitektin Lisa Wirz (29) mit Wohnort Basel. Ihre dreidimensionalen Arbeiten aus Holz und Metall vermitteln wechselvolle Eindrücke und Begebenheiten auf der Wanderung.

Sie stellt mit ihren Installationen den „Lebensweg / die Wanderung des einzelnen Menschen“ dar, wie sie schreibt. „Wo einem auch mal der Himmel fehlt oder der Boden unter den Füssen wegfällt. Einmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht, dann scheint ein Meer von Wegweisern eher wie ein Labyrinth. Hier kommt man sich gross vor, da ganz klein“.

Wanderung zum Meer
Zu einem Ausflug an den Strand lädt der Bildhauer und Steinmetz Flavian Naber (34) aus Zunzgen mit seinen Bildern und Skulpturen. Die unter den Werktiteln „rockpooling“ (geschmiedete Stahlskulpturen) und  „focus“ (Bilder / Acryl auf Leinwand) gezeigten Arbeiten sind ein Versuch, das Bewusstsein für die Schönheit und Faszination des uns Fremden zu schärfen und den kindlichen Entdeckergeist in uns zu reanimieren. Gezeigt werden maritime Flora und Fauna, entstanden aus Fakt und Fantasie, inspiriert durch prägende Erinnerungen an Aufenthalte in Irland und Grossbritannien.

Lilot Hegi und Flavian Naber stellten letztmals zusammen mit 25 weiteren Kolleginnen und Kollegen aus der Region Basel auf dem Skulpturenweg «Aussichten» in Sissach aus, der Ende April zu Ende gegangen ist.

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