Psychiatrie Baselland
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Medienmitteilung

07. Juli 2005

Kantonale Psychiatrische Dienste sind zertifiziert

An einer würdigen Feier im Restaurant Bad Bubendorf wurde gestern Mittag der Leitung der Kantonalen Psychiatrischen Dienste Basel-Landschaft für deren umfassendes Managementsystem das Zertifikat nach der Norm ISO 9001:2000 überreicht – am Abend wurde dem gesamten Personal mit einem Fest gedankt. Die Zertifizierung bildet den erfolgreichen Abschluss eines Projektes, das im Jahre 2000 begonnen wurde. Die Kantonalen Psychiatrischen Dienste sind damit eine der ersten öffentlichen psychiatrischen Institutionen in der Schweiz, welche in ihrer ganzen Breite ISO-zertifiziert wurden.

Die Kantonalen Psychiatrischen Dienste (KPD) bestehen aus den Aufgabenbereichen Kantonale Psychiatrische Klinik (KPK), Kantonales Altersheim Liestal (KAL), Externe Psychiatrische Dienste (EPD), Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst (KJPD), Drogenberatung Baselland (DBL), Fachstelle für Psychiatrische Rehabilitation, Wohnheime Windspiel und Wägwiiser und Arbeit und Beschäftigung sowie den Diensten Personal, Finanzen & Controlling, Logistik und Informatik. Das nun zertifizierte Qualitätsmanagementsystem wurde an allen Standorten und für sämtliche stationären, teilstationären und ambulanten Angebote und alle weiteren Dienstleistungen der KPD eingeführt.

Qualität ist seit jeher ein zentraler Anspruch des professionellen Handelns in der Psychiatrie sowie den weiteren Disziplinen an den KPD. Mit der Einführung eines integrierten, prozessorientierten Qualitätsmanagementsystems wollen die KPD die bisherigen Qualitätsbestrebungen systematisieren und in den gesamten Führungs- und Betriebsalltag integrieren. Bei der Auswahl und dem Aufbau des Qualitätsmanagementsystems wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedlichster Berufsgruppen und aller Aufgabenbereiche und Dienste der KPD einbezogen. Das Wissen über Ziel und Wirksamkeit des Qualitätsmanagementsystems wurde breit geschult und in zahlreichen Projekten Schritt für Schritt für die KPD massgeschneidert entwickelt. Als Ausgangspunkt dienten die im Gesetz und Leistungsauftrag definierten Zielgruppen mit ihren Bedürfnissen und Anforderungen an die Leistungen der KPD. Das nun zertifizierte Managementsystem stellt die Bedürfnisse der Patientinnen und der Kunden in den Mittelpunkt. Das Zertifikat ist drei Jahre gültig. In Jahresabständen werden Überwachungsaudits durchgeführt.

Welchen Nutzen haben die KPD von der ISO-Zertifizierung?
Für die einzelnen Menschen: ISO 9001:2000 verlangt eine konsequente Ausrichtung auf den Nutzen für Patienten, Bewohnerinnen, Klientinnen und Kunden, aber auch für die Mitarbeitenden. Die Nutzenoriertierung wird für diese Zielgruppen nicht nur durch die kontinuierliche Verbesserung der Leistungen wahrgenommen, sondern auch durch ein zuverlässiges Beschwerde- und Vorschlagsmanagement sowie regelmässige Zufriedenheitsbefragungen.

Für die Organisation: ISO 9001:2000 verlangt eine dokumentierte, transparente und vor allem strukturierte Organisationsentwicklung. Die KPD haben dazu eine Balanced Scorecard als wichtiges oberstes Managementinstrument aufgebaut und damit wesentliche Führungsprozesse strukturiert: von der Unternehmensstrategie und deren strategischen Zielen und Programmen, Massnahmen und Projekten bis hin zur Wirksamkeitsprüfung mittels laufenden Output-Messungen und dem daraus resultierenden Lernprozess auf allen Stufen der Unternehmung. Mit diesem System können sich Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität vorteilhaft und übersichtlich entwickeln – zum Nutzen der gesamten Organisation.

Für den Ressourceneinsatz: Dank dem eingeführten Qualitätsmanagementsystem können Effizienz und Effektivität der Leistungserbringung verbessert werden. Dies ist in der heutigen Zeit, in der die Aufgaben der KPD zwar laufend zunehmen, die dazu benötigten Ressourcen jedoch immer knapper zur Verfügung stehen, dringend notwendig. Die regelmässige Prozessüberprüfung hilft den Ressourceneinsatz zu optimieren. Die erzielte Effizienzsteigerung soll dazu dienen, zeitliche Ressourcen für die Kernaufgaben der KPD freizusetzen, kranke oder behinderte Menschen professionell zu behandeln, in ihrem Dasein zu begleiten und zu unterstützen.

Kontakt: Hans-Peter Ulmann, Direktor, 061 927 70 22

Die Urkunde wird gehalten von Hans-Peter Ulmann, Verwalter der Kantonalen Psychiatrischen Dienste (links) und Regierungsrat Erich Straumann, Vorsteher der Volkswirtschafts- und Sanitätsdirektion (rechts). Foto: Nino Lorandi

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