Traumafolgestörungen

Psychotherapie für Menschen nach einer Traumatisierung

Die Diagnostik von Menschen mit einer Traumafolgestörung ist oft durch eine doppelte Zurückhaltung erschwert: Für diese Menschen ist es aus Angst vor destabilisierenden Erinnerungen oder aus Scham oft schwierig, über traumatische Erfahrungen zu sprechen. Zudem wird die Diagnose einer Posttraumatischen Belastungsstörung auch von der Fachperson gelegentlich zurückhaltend gestellt.

Gründe können sein, dass  die Therapeutin sich aus Sorge vor einer Destabilisierung des Patienten nicht auf eine Diagnose festlegen will; oder die Patientin leidet noch an einer bedeutsamen Begleiterkrankung, etwa einer Depression.

Lassen Sie sich von einer erfahrenen Fachperson behandeln

Daher sollten traumabedingte psychische Probleme von Therapierenden abgeklärt und behandelt werden, die auf diesem Gebiet erfahren sind. Haben die Betroffenen einen Migrationshintergrund sind, zusätzlich transkulturelle Kompetenzen erforderlich.

Psychische Traumatisierungen können nach folgenden Erlebnissen auftreten:

·    Traumatische Verluste, zum Beispiel durch den plötzlichen Tod eines Angehörigen

·    Diagnose einer lebensbedrohlichen Krankheit

·    Vergewaltigung und sexuelle Übergriffe (auch wenn diese länger zurückliegen, z.B. in der Kindheit)

·    Erfahrung oder Zeugenschaft von körperlicher Gewalt im Krieg oder in der Zivilgesellschaft 
     (auch wenn diese länger zurückliegen)

·    Schwerer Unfall oder nach Umweltkatastrophen

Die Symptome einer posttraumatischen Belastungsreaktion können unmittelbar nach dem Ereignis, aber auch Jahre später auftreten. Dauern sie an, ist eine Therapie erforderlich.

Die Spezialsprechstunde der Psychiatrie Baselland für Patienten mit Traumafolgestörungen steht allen Betroffenen offen. Die Psychiatrie Baselland bietet kurzfristig Termine für diagnostische Untersuchungen und Beratung für Menschen mit Traumaerfahrungen an.

Wir behandeln folgende Störungsbilder:

·    Anpassungs- und Belastungsstörungen nach Traumaerfahrung
·    Posttraumatische Belastungsstörungen
·    Komplexe Traumafolgestörungen
·    Dissoziative Störungen


Schnelle Hilfe bei psychischen Krisen

Wenn nötig, können wir auch bei akuten psychischen Krisen im Rahmen von einer bis fünf therapeutischen Sitzungen helfen. Muss länger behandelt werden – ambulant, teilstationär oder stationär – wird das mit den Patientinnen und Patienten gemeinsam und bedarfsgerecht geplant.

Anmeldung für Zuweisende sowie Patientinnen und Patienten

Im Idealfall werden uns die Patientinnen und Patienten vom behandelnden niedergelassenen Arzt oder der Ärztin überwiesen. Das ist in der Regel ein Hausarzt, Psychiater, Psychosomatiker oder ein Neurologe.

Patienten, zuweisende Ärztinnen und Ärzte oder andere Fachpersonen können sich bei der Zentralen Aufnahme anmelden unter Telefon +41 61 553 56 56 oder Fax +41 61 553 64 68.

Alternativ kann die Anmeldung  über das Online-Anmeldeformular erfolgen. Dieses kann ausgedruckt und per Fax oder Post an die Zentrale Aufnahme geschickt werden (Adresse in der Fusszeile). Die Informationen werden verschlüsselt übermittelt, der Datenschutz ist garantiert.

Zum Anmeldeformular